Willkommen auf der Homepage von Barbara Handke

21. Juni 2019

Über die Besprechung auf dem Buchblog BOOKSTER HRO freue ich mich besonders.

3. Juni 2019

Ort für Lesungen in Wien: das Café Museum
24. Mai 2019, Lesung aus «Sommergäste» im Café Museum in Wien (Foto: privat)

Im Wiener Café Museum gehören Lesungen dazu. Man liebt hier die Literatur und rundherum gibt es viele kleine Buchläden, in denen ich jeweils Stammkundin sein möchte. Das ist überhaupt mein Eindruck von dieser herrlichen Stadt: Man lebt hier nicht von alten Kamellen, nicht von Legenden über Kaffeehausliteraten und nicht von Sachertorte. Wien ist gerade jetzt ein Ort, an dem Kultur viel Raum hat, es wird gelesen und geschrieben, ausprobiert und gespielt, entworfen und nachgedacht. Und politisch geht es sowieso hoch her, aber das ist ein anderes Thema.

7. April 2019

Zum Nachlesen: Auf Seitenwandler.de, dem Literaturblog von Isabel Fredriksson, gibt es jetzt ein Interview zu den «Sommergästen».

31. März 2019

Barbara Handke nach der Lesung aus «Sommergäste» im Hugendubel Leipzig
23. März 2019, Lesung aus «Sommergäste» im Hugendubel Leipzig (Foto: Oliver Decker)

Die Buchmesse liegt nun schon eine Woche zurück. Es war wieder einmal herrlich mit der Wohnung voller Gäste und den vielen Menschen, die Bücher lieben. Wenn es viele Menschen gibt, die Bücher lieben, gibt es auch viele liebenswerte Bücher.

Für den Rückenwind, den ich bei meinen eigenen Lesungen bekommen habe, bin ich sehr dankbar und übersetze ihn schon in neue Geschichten. Und wie wichtig das Geschichtenerzählen, wie wichtig Imagination ist, das hat uns auf dieser Messe  Masha Gessen bei der Verleihung des Buchpreises für Europäische Verständigung noch einmal vor Augen geführt: Das Vergangene, sagte sie, müsse erzählt werden können, damit man sich die Zukunft vorstellen kann.

19. März 2019

Erste Auflage der Erzählung «Sommergäste» von Barbara Handke, edition überland, Leipzig
Ein Teil der ersten Auflage der «Sommergäste»

Heute sind die «Sommergäste» dem Ideenhimmel entstiegen. Beim letzten Schritt half eine Spedition, die die Paletten direkt in die Verlagsräume der edition überland schob. Zwar waren die Regale nicht weit, aber eben doch mehr als einen schnöden Klick entfernt, wie wir beim Umpacken merkten. (Da waren Muskelgruppen gefragt, die manchmal in Vergessenheit geraten.) Denn das Buch ist herrlich analog, leibhaftigst materialisiert und kann deswegen überall gelesen werden, wo Licht ist.

21. Februar 2019

Druckbogen, edition überland
Druckbogen der Erzählung «Sommergäste»

So sieht das neue Buch bisher aus. Die Bögen wurden auf einem Munken-Papier gedruckt; jetzt müssen sie noch gefalzt, beschnitten, geklebt und mit dem Umschlag «verheiratet» werden, wie es im Jargon derer heißt, die sich mit Buchbinderei auskennen. Danach kommt eine lange, glückliche Ehe. Als wir heute zur Druckabnahme in der Druckerei Westermann waren, hat uns das Rot des Umschlags beschäftigt: nicht rot genug, zu rot, 1970er-Jahre-rot? Jetzt ist es ein Rot geworden, das man wohl in der Buchhandlung entdecken wird, ohne die Augen allzu lange an die Dunkelheit zu gewöhnen.

7. Februar 2019

Das Cover der Erzählung Sommergäste von Barbara Handke. Es zeigt eine ländliche Gegend in Norddeutschland in den 1970er-Jahren.
«Sommergäste», 19. März 2019, Leineneinband, 144 S., € 18,00, ISBN 978-3-948049-01-0, edition überland

Vorn auf diesem Cover, das ist Hubert. Er erzählt hier von einem Sommer in den frühen Siebzigern, der eigentlich wie immer beginnt: Das Haus, in dem er mit seiner Mutter wohnt, verwandelt sich in eine Pension, die Zimmer bekommen frische Nummern und die Sommergäste reisen nach und nach an. Während sie die Tage im Garten oder am Meer verbringen, beobachtet Hubert das Geschehen. Aber trotz aller Routine ist in diesem Jahr etwas anders, denn seine Mutter lässt nichts unversucht, ihn unter die Haube zu bringen. Dass Hubert dafür absolut keine Notwendigkeit sieht, macht das Leben für ihn nicht leichter.

23. Januar 2019

Lange war es hier still, doch ab jetzt kommt wieder Leben auf die Seite. Denn: Eine neue Publikation ist auf dem Weg. Schon im März wird meine Erzählung «Sommergäste» erscheinen. Diesmal muss ich nicht alles selber machen, denn die Verlegerin Kirsten Witte-Hofmann hat sich des Titels angenommen. Ihr Verlag, die edition überland, ist gerade in der Startphase. Ich habe nun das Glück, viel mitreden zu dürfen, sei es bei der Gestaltung, sei es bei den Ideen, wie wir auf das Buch aufmerksam machen können. Mehr also demnächst hier.

8. Oktober 2018

Stadtbibliothek Leipzig, Katholische Akademie
Die Stadtbibliothek in Leipzig

Die andere Buchhandlung in Rostock ist ein großartiger Ort für Lesungen. Ich kenne ihn bestens aus meinen Buchhändlerinnentagen. Diesmal aber kam ich mit meinem eigenen Roman und fand freundliche Aufnahme, auch ganz wörtlich, denn der freie Radiosender LOHRO war am 27. September 2018  mit dabei.

Spannender und spannungsvoller dagegen die Lesung und Podiumsdiskussion, die von der Katholischen Akademie am 4. Oktober in der Stadtbibliothek Leipzig organisiert wurde. Der provokante Titel lautete «Fall der Mauer – Verfall des Anstands?» Darauf kann ich natürlich nicht mit einem tiefempfundenen Ja antworten, aber ich wünsche mir wie viele andere eine freie und friedliche Gesellschaft, in der Platz für viele Lebensentwürfe, für Unterschiede, für gegenseitige Akzeptanz ist.

12. Juli 2018

Zwei Lesungen gab es in diesem Sommer: am 21. Juni beim Sommerfest der Buchhandlung H24 in Leipzig und am 5. Juli im Bibelzentrum Barth. Davor  Presserummel, wie ich ihn mir nur wünschen kann. Am 4. Juli berichtete die Ostseezeitung, aber auch gleich noch das Kulturjournal von NDR1 Radio MV.

22. März 2018

Die It's a Book am letzten Samstag: ein Fundus der seltenen Bücher. Nächstes Jahr pilgere ich wieder hin, und sei es nur, um die neuen Hefte von Matthias Zielfeld anzusehen: «Das Heft Deutschland» ist ein wachsendes Projekt, das fotografische Einblicke in die alltäglichen Seiten des Landes gibt, in dem wir leben, die einen aber auch erschrecken lassen.

Unsere Buchpräsentation («After the Gold Rush» von Falk Haberkorn und «Wo ist Norden» von mir) am Nachmittag war ein großes Fest. Sehr viele Menschen sind gekommen, viel mehr als wir dachten – unser Raum war zu klein! Eine Freude die guten Gespräche, das große Interesse und die freundliche Aufnahme unserer Werke. Mich hat es besonders berührt, dass die Atmosphäre der Nachwendezeit für das Publikum fühlbar wurde. Unsere Bücher sind ja in dieser Zeit angesiedelt, als es sich gar nicht vermeiden ließ, sich neu zu verorten und dem Leben eine neue Richtung zu geben. Der Umgang mit offenen Situationen und das Ringen um einen wirklich eigenen Lebensentwurf – das mussten plötzlich alle Menschen leisten. Was damals wie eine Flut hereinbrach, scheint heute Alltag geworden zu sein, nicht nur im Osten.

Einladung zur Buchpräsentation: BRUCH UND AUFBRUCH – DER LANGE SCHATTEN DER NEUNZIGER JAHRE

Bildband "After the Gold Rush" von Falk Haberkorn
Foto: © Falk Haberkorn

Am Buchmesse-Samstag, 17. März 2018

15 bis 16 Uhr – Buchpräsentation im Rahmen von Leipzig liest

Falk Haberkorn: «After the Gold Rush» (Spector Books)

Barbara Handke: «Wo ist Norden» (BoD)

Moderation: PD Dr. Oliver Decker, Universität Leipzig

Im bau bau, Café der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9–11, Leipzig

12 bis 21 Uhr – gemeinsamer Stand auf der It’s a Book

Falk Haberkorn, Matthias Zielfeld und Barbara Handke

Die Independent Publishing Fair It’s a Book findet statt im Lichthof der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11, Leipzig

Der Eintritt ist jeweils frei.

7. März 2018

Vorablesen, Exemplare vor dem Versand
Die Gewinne, Foto: © privat

Die Verlosung auf Vorablesen ist abgeschlossen. Hier sieht es jetzt aus wie beim Weihnachtsmann (und draußen liegt tatsächlich Schnee!). Die Gewinnerexemplare werden nun zur Post gebracht.

12. Januar 2018

Kranich und Kiebitz

Alles, was auf dieser Zeichnung zu sehen ist, spielt im Roman eine Rolle: Kranich, Kiebitz und Kastanienbaum haben etwas mit der Vergangenheit des Gutshauses zu tun, Polarstern und Kompass mit der Gegenwart. Das Motiv wurde in einer kleinen litauischen Stempelmanufaktur eigens für dieses Buch entworfen.

20. Dezember 2017

Das Cover des Romans "Wo ist Norden" zeigt das Gutshaus Scharpzow von innen.

Das Cover ist da! Das Bild, das es nun geworden ist, hat eine besondere Geschichte: Es ist im Gutshaus Scharpzow entstanden. Einst Treffpunkt norddeutscher Literaten wie Hoffmann von Fallersleben und Fritz Reuter, wartet es heute auf neue Bewohner. Den Zustand, den wir antrafen, hat der Fotograf mit einer analogen Mittelformatkamera festgehalten, während sich der freundliche Eigentümer zwei Stunden Zeit für uns nahm.

 

23. November 2017

Zehn Tage und eine Erkältung später redigiere ich das Manuskript noch immer. Woran ist der Moment zu erkennen, in dem man sagen kann: Jetzt habe ich wirklich alles für diesen Roman getan, was ich konnte? Für den Fall, dass dieser Moment nie kommen sollte, habe ich allerdings vorgesorgt: Anfang Januar erhält die Setzerin das Manuskript, komme was da wolle. Mich tröstet der Gedanke, dass ich selbst gern lese, was Ecken und Kanten, Flüchtigkeiten und Schwächen hat. Ich mag das Lebendige daran und die Spuren des Entstehungsprozesses.

13. November 2017

Schreibtisch der Schriftstellerin Barbara Handke
Foto: © privat

Seit einer Woche arbeite ich daran, die Anmerkungen meiner Lektorin zu bedenken, den Text wieder einmal – zum hundertsten Mal? – zu verbessern, Vorschläge zu prüfen, zu wenden und manchmal zu verwerfen. Auch meine Wiener Brieffreundin hat das Manuskript gelesen – und ganz andere Anmerkungen gemacht. Ich bekomme langsam eine Ahnung, wie viele Lesarten es für einen einzigen Text gibt. Und muss an Walter Kempowski denken, den ich als Schülerin einmal erlebt habe: Wir sollten uns eine Brücke vorstellen und sie beschreiben, schlug er vor. Alle im Raum hatten ein anderes Bild vor Augen.