Willkommen beim Roman «Wo ist Norden»

Das Cover des Romans "Wo ist Norden" zeigt eine Zimmerflucht in einem Gutshaus. Es sieht aus wie ein lost place.

  • Die neunziger Jahre im Osten.
  • Ein Gutshaus für eine D-Mark.
  • Eine Großfamilie und neun verschiedene Antworten auf die Turbulenzen der Zeit.


Worum geht es?

Der Roman «Wo ist Norden» erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Mauerfall die Gunst der Stunde nutzt: Sie kauft und renoviert das Gutshaus im mecklenburgischen Plenskow. Die Welt, die sie schaffen, wirkt weit über die Dorfgrenzen hinaus. Gäste erscheinen zahlreich, mancher zieht kurzerhand ein und auch Niketsch, der Erzähler, verstrickt sich tief in dieses Leben, das eigentlich gar nicht das seine ist. Rückblickend beschreibt er das Jahrzehnt, in dem die großen neuen Möglichkeiten doch nicht ganz bedingungslos zu haben waren.

Bestellen

«Wo ist Norden» ist in  den meisten Buchhandlungen und Online-Buchhandlungen bestellbar. Das Taschenbuch kostet € 10,90, das E-Book demnächst wieder € 2,99.


Aktuelles

22. März 2018

 Die It's a Book am letzten Samstag: ein Fundus der seltenen Bücher. Nächstes Jahr pilgere ich wieder hin, und sei es nur, um die neuen Hefte von Matthias Zielfeld anzusehen: «Das Heft Deutschland» ist ein wachsendes Projekt, das fotografische Einblicke in die alltäglichen Seiten des Landes gibt, in dem wir leben, die einen aber auch erschrecken lassen.

Unsere Buchpräsentation («After the Gold Rush» von Falk Haberkorn und «Wo ist Norden» von mir) am Nachmittag war ein großes Fest. Sehr viele Menschen sind gekommen, viel mehr als wir dachten – unser Raum war zu klein! Eine Freude die guten Gespräche, das große Interesse und die freundliche Aufnahme unserer Werke. Mich hat es besonders berührt, dass die Atmosphäre der Nachwendezeit für das Publikum fühlbar wurde. Unsere Bücher sind ja in dieser Zeit angesiedelt, als es sich gar nicht vermeiden ließ, sich neu zu verorten und dem Leben eine neue Richtung zu geben. Der Umgang mit offenen Situationen und das Ringen um einen wirklich eigenen Lebensentwurf – das mussten plötzlich alle Menschen leisten. Was damals wie eine Flut hereinbrach, scheint heute Alltag geworden zu sein, nicht nur im Osten.

Einladung zur Buchpräsentation: BRUCH UND AUFBRUCH – DER LANGE SCHATTEN DER NEUNZIGER JAHRE

Bildband "After the Gold Rush" von Falk Haberkorn
Foto: © Falk Haberkorn

Am Buchmesse-Samstag, 17. März 2018

15 bis 16 Uhr – Buchpräsentation im Rahmen von Leipzig liest

Falk Haberkorn: «After the Gold Rush» (Spector Books)

Barbara Handke: «Wo ist Norden» (BoD)

Moderation: PD Dr. Oliver Decker, Universität Leipzig

Im bau bau, Café der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9–11, Leipzig

12 bis 21 Uhr – gemeinsamer Stand auf der It’s a Book

Falk Haberkorn, Matthias Zielfeld und Barbara Handke

Die Independent Publishing Fair It’s a Book findet statt im Lichthof der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Wächterstraße 11, Leipzig

Der Eintritt ist jeweils frei.


7. März 2018

Vorablesen, Exemplare vor dem Versand
Die Gewinne, Foto: © privat

Die Verlosung auf Vorablesen ist abgeschlossen. Hier sieht es jetzt aus wie beim Weihnachtsmann (und draußen liegt tatsächlich Schnee!). Die Gewinnerexemplare werden nun zur Post gebracht.

12. Januar 2018

Kranich und Kiebitz

Alles, was auf dieser Zeichnung zu sehen ist, spielt im Roman eine Rolle: Kranich, Kiebitz und Kastanienbaum haben etwas mit der Vergangenheit des Gutshauses zu tun, Polarstern und Kompass mit der Gegenwart. Das Motiv wurde in einer kleinen litauischen Stempelmanufaktur eigens für dieses Buch entworfen.

20. Dezember 2017

Das Cover des Romans "Wo ist Norden" zeigt das Gutshaus Scharpzow von innen.

Das Cover ist da! Das Bild, das es nun geworden ist, hat eine besondere Geschichte: Es ist im Gutshaus Scharpzow entstanden. Einst Treffpunkt norddeutscher Literaten wie Hoffmann von Fallersleben und Fritz Reuter, wartet es heute auf neue Bewohner. Den Zustand, den wir antrafen, hat der Fotograf mit einer analogen Mittelformatkamera festgehalten, während sich der freundliche Eigentümer zwei Stunden Zeit für uns nahm.

 

23. November 2017

Zehn Tage und eine Erkältung später redigiere ich das Manuskript noch immer. Woran ist der Moment zu erkennen, in dem man sagen kann: Jetzt habe ich wirklich alles für diesen Roman getan, was ich konnte? Für den Fall, dass dieser Moment nie kommen sollte, habe ich allerdings vorgesorgt: Anfang Januar erhält die Setzerin das Manuskript, komme was da wolle. Mich tröstet der Gedanke, dass ich selbst gern lese, was Ecken und Kanten, Flüchtigkeiten und Schwächen hat. Ich mag das Lebendige daran und die Spuren des Entstehungsprozesses.

13. November 2017

Schreibtisch der Schriftstellerin Barbara Handke
Foto: © privat

Seit einer Woche arbeite ich daran, die Anmerkungen meiner Lektorin zu bedenken, den Text wieder einmal – zum hundertsten Mal? – zu verbessern, Vorschläge zu prüfen, zu wenden und manchmal zu verwerfen. Auch meine Wiener Brieffreundin hat das Manuskript gelesen – und ganz andere Anmerkungen gemacht. Ich bekomme langsam eine Ahnung, wie viele Lesarten es für einen einzigen Text gibt. Und muss an Walter Kempowski denken, den ich als Schülerin einmal erlebt habe: Wir sollten uns eine Brücke vorstellen und sie beschreiben, schlug er vor. Alle im Raum hatten ein anderes Bild vor Augen.